|
Frühlingshafte
Temperaturen und Sonnenschein lockten am ersten Sonnabend im Mai viele Gäste aus Hoyerswerda und der Umgebung nach Zeißig zum Frühlingsfest.
Im Mittelpunkt der Vorführungen stand die vielfältige Nutzung des
nachwachsenden Rohstoffes Holz.
Vor
dem Eingang zeigten Tobias Herrmann, Frank Köhler und Matthias Landskron,
wie Holzstämme auf herkömmliche Art gesägt, gespalten oder geschält
wurden, während Birgit Sarodnick aus Ästen einer Fichte Reisigbündel
anfertigte, die später im Holzbackofen Verwendung finden.
Eine
besondere Attraktion boten Dietmar Natschke und Johannes Miethe aus
Daubitz. Mit einem Löffelbohrer und purer Muskelkraft bohrten sie unter
den
kritischen Augen der Zuschauer ein 70 mm großes Loch längst in einen
rund zwei Meter langen und 300 mm starken Stamm. Nach Komplettierung mit
Bodenventil, Auslaufrohr und dem Schöpfwerk entsteht daraus eine Wasser-
pumpe für einen Brunnen in Rietschen.
„Das handgeschmiedete
Werk- zeug findet bereits in der vierten Generation Anwendung“, erläutert
Dietmar Natschke, der darauf schwört, dass die Stämme am besten
geeignet sind, wenn man sie bei abnehmendem Mond im Januar oder Februar
fällt.
Wesentlich
filigranere Holzarbeiten bot Manfred Oertel aus Hoyerswerda. Aus
Furnieren verschiedener Gehölze entstehen kleine Kunstwerke, so zum
Beispiel ein Abbild der Frauenkirche aus über 400 Einzelteilen.
An
Marktstände mit Pflanzen, naturbelassenen Lebensmitteln und Trödelwaren
im und vor dem Hof fanden die Besucher so manche Rarität. So bot
Christina Schuster mit ihrem Team vom Land-Forst-Gartenbau aus Laubusch
eine große Auswahl an winterharten Stauden, Kräutern und
Wasserpflanzen aus eigener Produktion.
Abwechslung
und Spaß fanden die Kinder auf dem Parcours der Verkehrswacht, der Hüpfburg
der Allianzvertretung Gerd Grund, dem Kinderschminken des Vereins zur
beruflichen Förderung der Frauen Sachsens (VbFF) oder beim Erkunden des
Dachbodens im Zeißighof. Hier erläuterte Günter Zschech
interessierten Besuchern die traditionelle Flachsverarbeitung und so
manche Geschichte früherer Lebensweise
Am
Nachmittag zeigte die Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig vor heimischer
Kulisse in einem halbstündigen Programm sorbische Volkstänze,
begleitet von Martin Herrmann, der den Zuschauern in lockerer Form Wissenswertes
über das Leben und die Geschichte der Sorben vermittelte.

Den
ersten Preis im Gaudiwettbewerb mit der Schrotsäge schnappten sich die
Schüler Tim Rößler und Matti Kasper im Kopf an Kopf-Rennen vor Werner
Sarodnik mit seinem Papa Jens.
Hier
gehts zur Fotoshow
|